über sansibar

Sansibar ist eine Inselgruppe vor der Küste Ostafrikas. Sansibar besteht im Grossen aus zwei Inseln: Pemba und Unguja, umgeben von einigen kleineren meistens unbewohnten Inseln. Von der Nordspitze Sansibars ist man per Boot schneller in Mogadischu als in Dar Es Salaam. Die Südspitze liegt in etwa vor Da Es Salaam. Bei sehr klarer Sicht, kann man nachts die Lichter des Festlandes sehen.

Die meisten Menschen meinen lediglich die Hauptinsel Unguja wenn sie von Sansibar sprechen. Auch die Legende, das Sansibar mal eine deutsche Kolonie war stimmt nicht. Lediglich deutsche Kriegsschiffe sind einmal im Hafen von Stone Town aufgelaufen um die Briten unter Druck zu setzen, was auch funktionierte ohne das ein einziger Schuss fiel. Hingegen war Sansibar in den vergangenen Jahrhunderten meistens sehr eng verbunden mit dem Oman, gehörte teilweise vollständig zum Königreich und ein Sultan verlegte sogar seine Hauptstadt nach Stoner Town.

Das Stone Town die Hauptstadt des Landes sei, ist ebenfalls nicht korrekt. Stone Town ist lediglich die Altstadt der Sansibar City genannten Hauptstadt.

Als das Festland für seine Unabhängigkeit von den Briten rang, kämpfte man auf Sansibar gegen die arabischen Herren, die das lLand ausbeuteten und in einem Massaker wurde fast die gesamte Oberschicht inkl. der Inder ermordet.

Seinen Wohlstand errang das Land zum einen durch den Anbau und Handel von Gewürzen, vor allem aber durch den Handel mit Elfenbei und Sklaven. Die grossen Sklavenrouten Afrikas entstanden nämlich entlang der Elfenbeinrouten für die Träger benötigt wurden und so fing man sich diese ebenfalls mit und verkaufte sie auf dem selben Markt weiter. Je weiter die Touren aus dem Landesinneren kamen (weil der Rest des Landes leergeräumt war) um so mehr Träger wurden benötigt. Teilweise kamen die Sklaven und das Elfenbein aus dem Kongo, wo sogar ein Sansibari (Tipu Tip) sein persönliches Königreich errichtete. Sein Haus kann noch heute in Stone Town besichtigt werden.

Die Sklaven wurden in Bagamoyo auf dem Festland nach StoneTown verschifft und dort auf dem Markt verkauft. Diese wenig ruhmreiche Vergangenheit ist noch an vielen Stellen zu besichtigen.

Heutzutage ist Sansibar eine autonome Region in der der Tansanischen Union. Die Aussenpolitik und das Militär sind Aufgabe der Union. Ansonsten gibt es ein Regionalparlament, welches alle Dinge des täglichen Lebens regelt. Deshalb und weil das Land zu 99% muslimisch ist, sind einige Dinge anders geregelt als auf dem Festland. Die Sicherheitslage ist für Touristen viel stabiler als auf dem Festland und/oder anderen Ländern Ostafrikas. Nur die Tatsache das fast immer irgend jemand irgend etwas verkaufen möchte kann manchmal etwas stressen. So ist es am einfachsten einen Führer dabei zu haben und schon hat man die Möglichkeit das gesamte Land in Ruhe zu erkunden.

Sansibar eignet sich zum ausspannen und Erfahrungen am Meer. Viele Touristen nutzen Sansibar als Ausgangs- oder Endpunkt einer Tansania Reise und viel Zeit an und auf dem Wasser zu verbringen.